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Interview auf www.wow-today.de mit David Schikor, einem der Betreiber von www.ingameservice.com

- Wie seid ihr dazu gekommen einen Wow Gold - Shop zu eröffnen?

Bei uns ist das eine sehr lange Geschichte: Wir waren die Ersten in Europa, die mit dem Verkauf virtueller Gegenstände angefangen haben. Begonnen habe ich das ganze Geschäft mit meinen beiden Brüdern Dan-Micha und Daniel, in einem Keller unserer Eltern. Wir waren fanatische Diablo-2-Spieler und verbrachten unsere gesamte Freizeit damit, den besten Gegenständen hinterherzujagen. Eines Tages haben wir dann entdeckt, dass es einige Anbieter gibt, die gefundene Gegenstände bei eBay verkaufen. Wir schnappten diese Idee auf und verbissen uns darin. Wir hatten schon immer einen Sinn fürs Geschäftemachen und endlich klappte es mal mit einem Hobby und einer Idee und ohne Startkapital.

Bis auf einen PC, an dem Schichtweise gezockt wurde, hatten wir nichts. Bald folgte der zweite und der dritte und nach kurzer Zeit hatten wir den ganzen Raum voll mit PCs, um möglichst viele Charaktere gleichzeitig zu spielen. Das Geld verdienten wir mit unserer Homepage www.3dsvs.com, dem Versteigern von Gegenständen bei eBay - und auch in den Channels wurde gehandelt, wie auf einem türkischen Basar.

Das Diablo-Business lief sehr lange, aber wir verpassten ein wenig den Aufsprung zu anderen Games wie EverQuest, Lineage2 usw.. Deshalb entschlossen wir uns dann, ein Parallelprojekt zu dem Diablo-Business zu starten und gründeten den ersten deutschen wow gold shop mit der Webseite www.ingameservice.com, mit einem angeheuerten BWL-Studenten als Geschäftsführer. Die Geschäfte entwickelten sich sehr gut und deshalb entschlossen wir uns vor gut einem halben Jahr, eine echte Marke zu etablieren: den Onlinediener Randy Run mit dem Markenversprechen „No work. Just fun. With Randy Run." und der Homepage www.ingameservice.com

Mit Randy sind wir dabei, das Business endgültig aus der Grauzone herauszuholen. Leider herrscht vielerorts immer noch die Meinung, es wäre illegal, Geschäfte mit Dienstleistungen für Online-Rollenspiele zu machen. Dazu später mehr.

 

- Wie viele Mitarbeiter habt ihr in eurer Firma?

Im Moment haben wir ca. 10 Mitarbeiter und wir sind immer auf der Suche nach ehrgeizigen Ergänzungen in den Bereichen, wo es noch ein wenig hapert - z.B. in der Suchmaschinen-Optimierung. Geschäftsführer ist mittlerweile Andreas Herken. Ein sehr erfahrener alter Hase mit sehr guten EDV-Kenntnissen. Außerdem haben wir eine fest angestelllte Web-Programmiererin und Supporter in verschiedenen Sprachen für den Kontakt und den Umgang mit unseren Kunden aus aller Welt. Meine Aufgabe ist es, das Ganze zu beaufsichtigen und die Firma in die richtige Richtung zu lenken. Unser Ziel ist es, das gesamte Business mit Vorsprung durch Technik zu revolutionieren, um den Spielern die besten Preise und den besten Service zu bieten. Schluss mit den Preisabsprachen der Konkurrenz!

 

- Wie viele Kunden habt ihr?

Ca. 80.000 registrierte, bediente und zufriedene Kunden auf unseren 3 Projekten (www.3dsvs.com, www.ingameservice.com, www.ingameservice.com) zusammen. Man sieht also, dass es mittlerweile völlig normal ist, WoW Gold oder Ausrüstungsgegenstände für Online-Rollenspiele zu kaufen. Wir wollen einfach, dass sich die Spieler ihre Bedürfnisse ganz normal befriedigen können, ohne ein schlechtes Gewissen haben zu müssen. In welchem Bereich in der realen Welt kann man sich denn bitte nicht kaufen, was man braucht? Würde man statt WoW Gold zu farmen eine Stunde jobben, dann könnte man sich 10-mal soviel WoW Gold in unserem Shop kaufen, wie man es selbst in einer Stunde farmen könnte. Kaufen ist also nur clever: Man kann sich den Dingen im Spiel zuwenden, die anspruchsvoll sind und die Spaß machen.

 

- Seit wann verkauft ihr virtuelle Güter also Gold, Items und andere Gegenstände?

Seit 2000 mit Diablo 2 und seit 2005 mit World of Warcraft

 

- Wie geht ihr mit den „Dumping" Preisen anderer, gerade ausländischer Firmen um?

Es gibt langfristig keine andere Möglichkeit, als da mitzuziehen. Und genau das tun wir auch. Wir gehören auf mehr als 80% aller Server immer zu den Günstigsten. Und gemäß unserem Versprechen „No work. Just fun. With Randy Run." muss man als Kunden trotzdem nicht auf persönliche Betreuung und guten Service verzichten. Außerdem hat man bei uns die absolute Sicherheit, dass wir nichts Illegales tun und jeder bekommt das, was er bestellt hat. Oder eben sein Geld zurück. Dies war nur möglich durch intensive Verhandlungen und durch die Durchbrechung von Preisabsprachen chinesischer Großfarmen dank eines ganz individuellen Geschäftsmodells.

 

- Woran liegt es, dass heute z.B. 1000 WoW Gold 30,- € Kosten und morgen gehen die WoW Gold Preise auf 50,- € hoch?

Das liegt einfach daran, dass der Spielhersteller manchmal massenweise Accounts der Goldfarmen sperrt und sich somit das Angebot von einem Tag auf den anderen halbiert. Die Nachfrage bleibt aber die gleiche und deswegen steigen die Preise so sprunghaft. Bis dann wieder nachproduziert werden kann, verstreicht natürlich einige Zeit, da erstmal wieder neue Farm-Accounts hochgelevelt werden müssen. Früher waren die Preisschwankungen für WoW Gold nicht so stark, weil die Chinesen so große Gewinnspannen hatten und dann einfach mehr Profit gemacht haben, wenn halt mal nicht so viel gebannt wurde. Das meinte ich auch mit Preisabsprachen bei der obigen Frage.

 

- Woher nehmt ihr das WoW Gold? Farmt ihr vielleicht selbst? Oder bezieht ihr das WoW Gold von einem „Goldgroßhändler"?

Das WoW Gold kommt von den verschiedensten Farmen in ganz China und wir sind immer bemüht, die günstigsten Farmer mit dem besten Service zu finden.

 

- Hattet ihr schon einmal Probleme mit Blizzard, was die Accounts und das WoW Gold angeht?

Bisher hatten wir kaum Probleme damit. Die Einzigen, die regelmäßig mit Account-Sperrungen zu kämpfen haben, sind die chinesischen Farmen. Als Käufer von WoW Gold braucht man sich keine Sorgen um seinen Account zu machen. Und wenn mal was passieren sollte, dann gibt's immer eine passende Entschädigung von uns, auch wenn es nicht unsere Schuld sondern die Schuld des Spielherstellers ist.

 

- Wie viel WoW Gold wird so ca. an einem Tag in Deutschland von Euch verschickt?

Kann ich leider nicht sagen, aber es ist nicht wenig.

 

- Gibt es auch Deutsche WoW Gold Farmer? Falls ja, was würdest du sagen wie viel WoW Gold wird von Deutschen Spielern erfarmt und wie viel von ausländischen Spielern (in Prozenten)?

Es gibt keine deutschen Goldfarmer, weil die Löhne hier einfach zu hoch sind, im Vergleich zu China.

 

- Kannst du mir vielleicht sagen, wieso auf vielen der WoW Gold Shop Seiten steht: „es ist ein weit verbreiteter Irrglaube, dass WoW Goldverkauf illegal ist. Aber wir garantieren Euch, bei uns ist es 100% legal.." Obwohl das ja eine offensichtliche Lüge ist, wenn man Blizzards aktueller F.A.Q glauben mag.

Illegal ist nur etwas, was laut Gesetz verboten ist, und das ist ganz sicher nicht der Fall. Die AGBs eines Spielherstellers sind kein Gesetz und wir haben uns von sehr seriösen Anwälten bestätigen lassen, dass alles was wir tun, seine Richtigkeit hat. Ich bin der Meinung, dass sich die Spielhersteller mit ihren AGBs nicht über die Gesetze stellen sollten und dass die Sperrungen von 100.000-den Accounts nicht in Ordnung sind. Mal ganz milde ausgedrückt.

 

- Was haltet ihr bzw. was sagt ihr zu Betreibern aus dem Ausland, die die Spieler anflüstern und Werbung machen, oder ihre Briefkästen voll spammen?

Davon halten wir gar nichts und es kommt bei den Spielern auch nicht gut an.

 

 

 

Daniel, David und Mitchie Schikor

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